Springe zum Inhalt

Seite 5: Notwendigkeit eines ungehinderten Zugangs zu sozial- und krankheitsbezogenen Versichertendaten für die Bundesärztekammer und andere ärztliche Körperschaften sowie wissenschaftliche Fachgesellschaften zur Optimierung der ärztlichen Versorgung

Bibl. Angaben: Mansky, T.; Nimptsch, U. (2008): Notwendigkeit eines ungehinderten Zugangs zu sozial- und krankheitsbezogenen Versichertendaten für die Bundesärztekammer und andere ärztliche Körperschaften sowie wissenschaftliche Fachgesellschaften zur Optimierung der ärztlichen Versorgung. Expertise im Rahmen der Förderinitiative zur Versorgungsforschung der Bundesärztekammer. Hg. v. Technische Universität Berlin. Berlin.

Einleitung: Für Gesundheitsleistungen, die auf Lasten der GKV erbracht werden, werden routinemäßig medizinische und administrative Daten erhoben und gespeichert. In diesen Datenbeständen sind umfangreiche Informationen zu allen in Deutschland behandelten Erkrankungen bzw. Operationen.

Methodik: Es werde vorhandene Datenquellen und Nutzungsberechtigungen beschrieben und darauf aufbauend werden Konzepte zu pseudonymisierter personenbezogener Zusammenführung von Versichertendaten erarbeitet. Zudem werden gesetzliche Grundlagen zur Nutzung und Verarbeitung dieser Daten untersucht sowie Schlüssel zur Datenverknüpfung identifiziert. Zur Einschätzung der Vollständigkeit und Qualität der Daten von Interviews mit den Leistungserbringern, Versicherungsträgern und Softwareherstellern geführt.

Schlussfolgerung: Die Nutzung von bestehenden Datenbeständen können einen erheblichen Fortschritt in der Versorgungsforschung, für die Weiterentwicklung der medizinischen Aktivität und für eine verbesserte Gesundheitspolitik beinhalten. Basierend auf den Analysen der Expertise können vier Gruppen von Empfehlungen (Technische Umsetzung einer Datenzusammenführung, zu übermittelnde Daten, Datenschutz und weitere Schritte [bspw. Definition der Datenschutzstelle]) dabei hilfreich sein.

Einordnung in den Kontext des Pandemiemanagements: Dieses Gutachten beschreibt nur unspezifisch für die Pandemiebekämpfung für die Versorgungsforschung zugängliche Sekundärdatenquellen. Sie gibt aber einen guten Überblick über die in Deutschland für Dritte unter beschreibbaren Voraussetzungen zugängliche Datenquellen.