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Seite 28: Historisch niedrige Bettenauslastung

Bibl. Angaben: Busse, Reinhardt; Nimptsch, Ulrike (2021): Historisch niedrige Bettenauslastung. In: Deutsches Ärzteblatt 118 (10), A 504-A 510.

Zusammenfassung: Die Analyse basiert auf den vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 an das InEK übermittelten Daten seitens der Krankenhäuser und wurden für den Beirat nach § 24 KHG zur Überprüfung der Auswirkungen der Regelungen des COVID-19 Krankenhausentlastungsgesetzes vorgenommen. Der Vergleich der Krankenhausdaten aus dem Vorjahr (2019) zeigt, dass die Fallzahlen im Jahr 2020 um 13 Prozent gesunken sind. Dabei sind die Rückgänge umso ausgeprägter, je weniger dringend eine Behandlung gewesen wäre. Deutliche Unterschiede gibt es auch zwischen den verschiedenen Bettengrößenklassen. Ebenfalls konnte ein leichter Anstieg der Verweildauer festgestellt werden. Auch weniger Mammaresektionen sowie Asthmabehandlungen wurden durchgeführt.

Generell zeigt sich, dass bei praktisch allen Diagnosen, bei denen die vorliegenden Routinedaten eine Einteilung in „dringend(er)“ und „weniger dringend“ beziehungsweise „vermeidbar“ erlaubt, ein Rückgang der Behandlungsfälle bei Ersteren wesentlich weniger ausgeprägt war als bei Letzteren.