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Seite 21: Datenlinkage von Primär- und Sekundärdaten. Ein Zugewinn auch für die kleinräumige Versorgungsforschung in Deutschland?

Bibl. Angaben: Swart, E.; Stallmann, C.; Powietzka, J.; March, S. (2014a): Datenlinkage von Primär- und Sekundärdaten: Ein Zugewinn auch für die kleinräumige Versorgungsforschung in Deutschland? In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz 57 (2), S. 180–187. DOI: 10.1007/s00103-013-1892-1.

Zusammenfassung: Die Versorgungsforschung in Deutschland behandelt eine Vielzahl von Themen im re­gionalen Kontext und nutzt dafür überwie­gend eine (in der Regel: Sekundär-)Daten­quelle. Deren spezifische Nachteile und me­thodischen Einschränkungen können sich li­mitierend auf eine Analyse auswirken. Zur re­gionalen Aufgliederung existieren vielfälti­ge Datenquellen, die für die regionale Versor­gungsforschung von Interesse sein könnten. Eine Verknüpfung verschiedener Datenquel­len (Datenlinkage) könnte somit die Analyse­möglichkeiten erweitern. In der Versorgungs­forschung selbst werden derzeit verschie­dene Ansätze diskutiert, um die jeweiligen Schwächen von Primär- und Sekundärdaten über ein Datenlinkage zu überwinden. Der vorliegende Beitrag thematisiert die verschie­denen Formen des Datenlinkage (auf aggre­giertem bzw. individuellem Niveau) sowie deren Potenziale und Restriktionen für die kleinräumige Versorgungsforschung. Der Fo­kus liegt auf dem individuellen Datenlinkage, das ein schriftliches Einverständnis voraus­setzt (informed consent). Unter Berücksich­tigung der methodischen und insbesondere datenschutzrechtlichen Herausforderungen werden Schlussfolgerungen über zukünftige Anwendungsfelder und -möglichkeiten der kleinräumigen Versorgungsforschung gezo­gen und an Beispielen konkretisiert.

Einordnung in den Kontext des Pandemiemanagements: Wenn Pandemiebekämpfung regional verstanden wird und dabei das Datenlinkage von Primär- und Sekundärdaten als wichtige Option verstanden wird, dann dient dieser Beitrag dem Einstieg in die Diskussion von Möglichkeiten und Limitationen dieses Forschungsansatzes.