Springe zum Inhalt

Seite 1: Leitlinien und Empfehlungen zur Sicherstellung der Guten Epidemiologischen Praxis (GEP): eine von der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie entwickelte Leitlinie

Bibl. Angaben: Hoffmann, Wolfgang; Latza, Ute; Baumeister, Sebastian E.; Brünger, Martin; Buttmann-Schweiger, Nina; Hardt, Juliane et al. (2019): Guidelines and recommendations for ensuring Good Epidemiological Practice (GEP): a guideline developed by the German Society for Epidemiology. In: European journal of epidemiology 34 (3), S. 301–317. DOI: 10.1007/s10654-019-00500-x.

Zielsetzung: Überarbeitung der Deutschen Leitlinien und Empfehlungen zur Sicherung der Guten Epidemiologischen Praxis (GEP), die 1999 von der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) entwickelt, 2004 evaluiert und überarbeitet, 2008 ergänzt und 2008 ergänzt und 2014 aktualisiert wurden.

Methoden: Der Vorstand der DGEpi hat die dritte Überarbeitung der GEP in Auftrag gegeben. Die Überarbeitung erfolgte als Ergebnis eines Konsensbildungsprozesses durch eine Arbeitsgruppe der DGEpi in Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen der DGEpi und mit der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), der Deutschen Region der Internationalen Biometrischen Gesellschaft (IBS-DR), der Deutschen Technologie, Methoden und Infrastruktur für die vernetzte medizinische Forschung (TMF) und das Deutsche Netzwerk für Versorgungsforschung (DNVF). Das GEP verweist auch auf verwandte deutsche Good-Practice-Dokumente (z.B. Gesundheitsberichterstattung, Kartographische Praxis im Gesundheitswesen, Sekundärdatenanalyse).

Ergebnisse: Die Arbeitsgruppe modifizierte die 11 Leitlinien (nach Überarbeitung: 1 Ethik, 2 Forschungsfrage, 3 Studienprotokoll und Studienprotokoll und Arbeitsanleitung, 4 Datenschutz, 5 Probenbanken, 6 Qualitätssicherung, 7 Datenspeicherung und Dokumentation, 8 Analyse der epidemiologischen Daten, 9 vertraglicher Rahmen, 10 Interpretation und wissenschaftliche Publikation, 11 Kommunikation und Public Gesundheit) und modifizierte und ergänzte die entsprechenden Empfehlungen. Alle beteiligten wissenschaftlichen Fachgesellschaften haben die überarbeiteten GEP angenommen.

Schlussfolgerungen: Die überarbeitete GEP richtet sich an alle, die an der Planung, Vorbereitung, Durchführung, Analyse und Auswertung epidemiologischer Forschung beteiligt sind, sowie an Forschungsinstitute und Fördereinrichtungen.

Einordnung in den Kontext des Pandemiemanagements: Der vorliegende Beitrag ist der zentrale methodische Standard für die Planung, Durchführung und Diskussion epidemiologischer Forschung in Deutschland. Im Kontext der Pandemiebekämpfung ist er relevant als Ausgangspunkt für die darauf aufbauenden methodischen Standards der Sekundärdatenanalyse (-> Gute Praxis Sekundärdatenanalyse, Gute Praxis Datenlinkage).