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AP 5.1: Methodische Toolbox zur Beurteilung wissenschaftlicher Evidenz

Kurzbeschreibung des Arbeitspakets

Das Arbeitspaket 5.1 beschäftigt sich mit der Zusammenstellung, Beurteilung und zielgruppengerechten Aufbereitung und Kommunikation wissenschaftlicher Evidenz im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie. So sollen vor allem den für das Pandemiemanagement verantwortlichen staatlichen Institutionen und den politischen Verantwortungsträger*innen verfügbare Evidenz für (politische) Entscheidungen zugänglich gemacht werden. Die standortübergreifende, interdisziplinäre Arbeitsgruppe wird eine methodische Toolbox zusammenstellen, die über die COVID-19-Pandemie hinaus nachhaltig für zukünftige Herausforderungen an das Gesundheitssystem genutzt werden kann.

Hintergrund und Problemstellung

Die Zusammenarbeit von politischen Instanzen und wissenschaftlichen Akteur*innen steht im pandemischen Geschehen vor der Herausforderung, dass auf dynamische gesellschaftliche Entwicklungen und sich schnell ändernde Evidenzlagen reagiert werden muss. Vorhandene Erkenntnisse müssen zeitnah für verschiedene Interessengruppen aufbereitet werden, um daraus politische, wissenschaftliche und versorgungsrelevante Handlungsempfehlungen ableiten zu können.

Ziele

Um priorisierte Fragestellungen adäquat beantworten zu können, soll die in AP 5.1 intendierte Toolbox sowohl eine Übersicht über das Methodenrepertoire systematischer Evidenzaufbereitungen als auch konkrete Anleitungen zur Anwendung dieser bereitstellen. Insbesondere für die Subformen Rapid Reviews, Scoping Reviews und Living Systematic Reviews sollen handlungsleitende Manuale entstehen. Die Zielstellungen lauten hierbei im Detail:

  • Etablierung einer standortübergreifenden Arbeitsgruppe zur evidenzbasierten Aufbereitung wissenschaftlicher Expertise für das Pandemiemanagement
  • Priorisierung relevanter Themenfelder/Schlüsselfragen durch a) interdisziplinäre Vernetzung des Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) mit dem Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 und anderen Stakeholdern sowie b) den Incubator Approach© des „Social Laboratories“, das am Uniklinikum Jena eingerichtet ist, um relevante Themenfelder aus Sicht der Bevölkerung zu definieren
  • Zusammenstellung neuer oder neu-verwendeter Methoden (mittels methodischer Toolbox) zur Beurteilung von wissenschaftlicher Evidenz und Einsatz verschiedener Instrumente (Scoping, Rapid und Living Reviews)
  • Erarbeitung von best practice Beispielen zur Erstellung von zeitnah zur Verfügung stehenden Evidenzsynthesen sowie zur Kommunikation verfügbarer Evidenz für verschiedene Adressat*innen

Kontakt

Leitung des Arbeitspakets

Prof. Dr. Jochen Schmitt
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus an
der TU Dresden
Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
jochen.schmitt@uniklinikum-dresden.de

Prof. Dr. Christian Apfelbacher PhD
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Medizinische Fakultät
Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung
Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg
christian.apfelbacher@med.ovgu.de

Weitere Mitwirkende

Priv. Doz. Dr. Dr. Petra Dickmann
Universitätsklinikum Jena
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Am Klinikum 1
07747 Jena
petra.dickmann@med.uni-jena.de