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AP 4.3: Optimierung der Zuweisung und Versorgung von Patient*innen mit psychischen Störungen durch niederschwellige, stratifizierte Interventionen

Die Pandemie, die notwendigen Eindämmungsmaßnahmen und die ökonomischen Folgen wirken sich mittelbar und unmittelbar auf die psychische Gesundheit aus. Um notwendige Ressourcen sinnvoll steuern zu können, ist ein besseres Verständnis über die Art und das Ausmaß psychischer Kollateralschäden unabdingbar. Vor diesem Hintergrund haben sich acht psychiatrische Universitätskliniken zusammengeschlossen, um individuelle und institutionelle psychosoziale Bedarfe zu ermitteln und gemeinsam eine digitale Plattform zu entwickeln, auf der jugendliche und erwachsene Patientinnen und Patienten niederschwellig und kontaktlos versorgt werden können.

Hintergrund und Problemstellung

Hintergrund: Die Pandemie hat neben den unmittelbaren internistischen Auswirkungen direkte und indirekte Konsequenzen hinsichtlich der psychischen Gesundheit. Durch ökonomische Unsicherheit, Kontaktbeschränkungen und einer geringeren Verfügbarkeit von psychosozialen wird mit einer relevanten Zunahme an psychischen Erkrankungen, insbesondere Stressbezogenen Erkrankungen gerechnet.
Problemstellung: Zur Ressourcensteuerung ist es daher notwendig, Bedarfe sowie Risikofaktoren und Konsequenzen der Pandemie besser zu verstehen. Noch existiert kein ausreichendes Verständnis für individuelle und institutionelle Bedarfe. Ebenso fehlt ein nutzer- und patientenfreundliche Plattform, auf der kontaktlos Therapien und Interventionen angeboten werden können.

Ziele

Vor diesem Hintergrund verfolgt das Arbeitspaket drei Ziele: erstens soll eine adäquate Ressourcenallokation durch eine Kartierung individueller psychosozialer Bedarfe im Pandemiefall sichergestellt werden. Zweitens soll die Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch die prototypische Entwicklung von digitalen Gesundheitslösungen ermöglicht werden. Drittens sollen institutionelle Bedarfe in psychiatrischen Kliniken kartiert werden.

Methoden

Befragung von Betroffenen, Institutionen, gemeinsam mit der privaten Partnern Entwicklung einer digitalen Plattform zur kontaktlosen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen.

Erwartete Ergebnisse

Entsprechend werden am Ende der Laufzeit Ergebnisse in drei Themenfeldern erwartet: erstens ein besseres Verständnis hinsichtlich der psychosozialen Bedarfe, Risikofaktoren und Konsequenzen durch die Pandemie. Zweitens ein Prototyp einer breit einsetzbaren, dynamischen und bedarfsadaptierten digitalen Plattform, mit der Patientinnen und Patienten aller Altersklassen behandelt werden können und drittens ein besseres Verständnis hinsichtlich der spezifischen Bedarfe von psychiatrischen Einrichtungen.

Kontakt

Prof. Dr. Malek Bajbouj
Geschäftsführender Oberarzt
Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie
Campus Benjamin Franklin
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin
malek.bajbouj@charite.de
Tel. 030 450 517 542