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AP 3.1: Personalressourcenmanagement

Ziel des Arbeitspaketes ist es, Best-Practice-Blaupausen und Tools zur Verfügung zu stellen, um die körperliche und psychische Mitarbeitergesundheit in einer Pandemie zu erfassen, aufrechtzuerhalten bzw. wiederherzustellen und ausreichend qualifiziertes Personal für die Pandemiebewältigung zu gewährleisten.

Hintergrund und Problemstellung

Bei der Bewältigung von Pandemien kommt der Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit von Personal eine besondere Bedeutung zu. Durch Infektionen unter den Beschäftigten infolge mangelhafter oder nicht umgesetzter Schutzmaßnahmen im privaten oder beruflichen Umfeld, mangelndes Fehlermanagement, unklare Kommunikations- oder Zuständigkeitsstrukturen und infolge von Stress, Angst und anderen psychischen und physischen Belastungen bei den Mitarbeiter*innen drohen Arbeitsausfälle oder Störungen im Arbeitsablauf, denen durch geeignete präventive und ggfs. therapeutische Maßnahmen wirkungsvoll zu begegnen ist. Zudem wird für die Bewältigung einer Pandemie teils zusätzliches Personal benötigt, welches systematisch rekrutiert und geschult werden sollte.

Ziele

Das Arbeitspaket Personalressourcenmanagement hat als übergreifende Ziele, Best-Practice-Blaupausen zur Verfügung zu stellen, um im Pandemiefall die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter*innen zu erhalten und eine adäquate Mitarbeiter*innenzahl in der Versorgung zu gewährleisten:

  1. durch situations-adaptierte stationäre und ambulante Schutz- und Hygienekonzepte
  2. durch Konzepte zur Mitarbeiterkommunikation und deren Dynamisierung
  3. durch Prävention, Identifikation von Risikofaktoren für, Tools zum Monitoring von und Interventionen bei psychischer Belastung
  4. durch Konzepte zur Personalrekrutierung und –schulung.

Methoden

Mitarbeiterkommunikation, Hygiene- und Schutz-Konzepte: Befragungen von Institutionen zu Bedarfslage, Konzepten und Erfahrungen sowie Abgleich mit der Evidenzlage zur Erstellung von Best-Practice-Blaupausen bezüglich Mitarbeiterkommunikation und deren Dynamisierung, Hygiene und Isolationsstrategien, Steuerung von Screening- und Test-Prozesse, Optimierung der Versorgung mit persönlicher Atem-Schutz-Ausrüstung

Psychische Mitarbeitergesundheit: Befragungen von Krankenhauspersonal sowie Abgleich mit der internationalen Evidenz um Risikofaktoren und Risikogruppen für die Arbeitsfähigkeit gefährdende psychische Belastungen im Rahmen der Pandemie zu identifizieren. Darauf aufbauend longitudinale appbasierte Befragung zum wöchentlichen Monitoring der psychischen Belastung von Krankenhauspersonal in Pandemien. Weiterhin Befragung von Institutionen zu präventiven und therapeutischen Interventionen zu Schutz und Förderung der Mitarbeitergesundheit in Pandemien und Abgleich mit der Evidenz. Darauf aufbauend Aufbau eines gestuften Employee-Assistance-Systems (EAP-System) für die Mitarbeiter aller Unikliniken und Versorgungskliniken in Pandemien.

Personalrekrutierung, –Schulung und Fehlermanagement: Befragung von Institutionen zur Rekrutierung von Aushilfspersonal und strukturierten Schulungen der Mitarbeiter*innen in der Pandemie

Erwartete Ergebnisse

  • Datenbank mit Best-Practice-Handreichungen zu situationsadaptierten Hygiene- und Isolationsstrategien, Sars-CoV-2-Screening und Testprozessen, Tragezeiten und Wiederaufarbeitungsmöglichkeiten von FFP-Mund-Nasen-Schutz sowie Mitarbeiterkommunikations-Strategien.
  • Kenntnisse über Risikokonstellationen für die Arbeitsfähigkeit gefährdende psychische Belastungen, appbasiertes Tool zum Monitoring der psychischen Belastung bei Krankenhausmitarbeitern, Datenbank mit Best-Practice-Blaupausen für Interventionen zur Reduktion der psychischen Belastung sowie interdisziplinäres Employee-Assistance-System (EAP-System) für die gestufte Beratung der Mitarbeiter aller Unikliniken und Versorgungskliniken, an welches bei Belastung z.B. von der App ausgehend verwiesen werden kann.
  • Datenbank mit Best-Practice-Blaupausen für die strukturierte Rekrutierung von Aushilfspersonal und Mitarbeiterschulung in Pandemien.

Kontakt

AP-Lead und Koordination:
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Mainz
Prof. Dr. med. Klaus Lieb, Prof. Dr. med. Oliver Tüscher, Hauke Felix Wiegand, MD/PhD
Kontakt: Haukefelix.wiegand@unimedizin-mainz.de

Netzwerk Hygiene, Mitarbeiterkommunikation und Fehlermanagement:

  • Technische Universität München: Prof. Dr. Percy Knolle, Prof. Dr. med. Clarissa Praceres da Costa, Dr. Friedemann Gebhardt
  • Universitätsklinikum Carl Gustav Carus: Susanne H. Liebe
  • Universitätsklinikum des Saarlandes Saar, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene: Prof. Dr. med. Barbara Gärtner
  • Universitätsklinikum Magdeburg, Institut für medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene: Prof. Dr. med. Achim Kaasch, Prof. Dr. med. Gernot Geginat

Netzwerk Psychische Mitarbeitergesundheit:

  • Universitätsmedizin Mainz, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie: Prof. Dr. med. Klaus Lieb, Prof. Dr. med. Oliver Tüscher, Hauke Wiegand M.D. / Ph.D.
  • Universitätsmedizin Mainz, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Manfred E. Beutel
  • Universitätsmedizin Mainz, Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Prof. Dr. med. Dirk-Matthias Rose
  • Universitätsklinik Erlangen, Psychosomatische und Psychotherapeutische Abteilung, Prof. Dr. med. Yesim Erim
  • Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Christoph Herrmann-Lingen,
  • Universitätsmedizin Göttingen, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Dr. Sabrina Rudolph
  • Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Dr. med. Dipl.-Psych. Franziska Geiser
  • Universitätsklinikum Ulm, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, PD Dr. med. Petra Beschoner, PD Dr. med. Lucia Jerg-Bretzke
  • Universitätsklinikum Köln, Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Christian Albus
  • Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik, Prof. Dr. med. Kerstin Weidner
  • Technische Universität München, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Peter Henningsen, Dr. med. Christine Allwang
  • Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Andreas Reif, PD Dr. med. Moritz de Greck
  • Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Dr. rer. Nat. Michael Bauer
  • Universitätsklinikum Würzburg, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychosomatik, Prof. Dr. med. Jürgen Deckert, PD Dr. med. Stefan Unterecker
  • Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Peter Falkai, PD Dr. med. Kristina Adorjan, Prof. Dr. med. Frank Padberg
  • Charité Berlin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (CCM), Forschungsbereich Mind & Brain, Prof. Dr. med. Dr. phil. Henrik Walter
  • Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim, Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg
  • Universitätsklinikum Münster, Klinik für Psychische Gesundheit, Dr. med. Bernhard Baune, MPH, MBA, FRANZCP
  • Universitätsklinikum Köln, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Frank Jessen
  • Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Alexandra Philipsen
  • Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Prof. Dr. med. Andreas J. Fallgatter
  • Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Prof. Dr. Dr. med. Katharina Domschke, M.A.

Netzwerk Personalrekrutierung –Schulung und Fehlermanagement

  • Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesiologie, PD Dr. med. Sasa Sopka
  • Universitätsmedizin Mainz, Klinik und Poliklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, Prof. Dr. med. Heinz Schmidberger